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Die Info-Tage Fahren mit Erdgas
Alle Informationen zum umweltfreundlicheren Autofahren mit Erdgas
auf einen Blick.
Biogas wird aus umgewandelten Garten- und Küchenabfällen
in abgeschlossenen Reaktoren durch Mikroorganismen gewonnen. Aus
einer Tonne Biomüll können ungefähr 130 Kubikmeter
Biogas gewonnen werden, dies entspricht etwa 70 Litern Benzin. Da
es wirtschaftlich attraktiver ist, aus Biogas Strom zu produzieren,
fließt der größte Teil in die Stromproduktion.
Bivalente Fahrzeuge Bivalente Fahrzeuge sind für
den Benzinbetrieb optimiert und verzeichnen beim Fahren mit Erdgas
geringe Leistungsverluste. Dafür verfügen diese Fahrzeuge
neben dem Erdgastank in der Regel über einen großen Benzintank.
Erdgas
ist ein natürlich brennbarer organischer Rohstoff. Erdgas besteht
aus mindestens 80 Volumenprozent Methan, bis zu zehn Prozent Stickstoff-
und Kohlendioxid sowie aus höhere Kohlenwasserstoffen wie Ethan,
Propan und Butan. Als Kraftstoff ist Erdgas in zwei Formen verfügbar,
als komprimiertes Erdgas (Compressed Natural Gas)
und als flüssiges Erdgas (Liquefied Natural Gas,
nicht zu verwechseln mit Liquefied Petroleum Gas). Für den
deutschen Markt kommen 19 Prozent des Erdgases aus eigener Gewinnung,
37 Prozent werden aus Russland, 21 Prozent aus Norwegen, 17 Prozent
aus den Niederlanden sowie jeweils sechs Prozent aus Großbritannien
und Dänemark importiert.
Erdgasfahrzeuge
Von rasanten, wendigen Stadtflitzern über familienfreundliche
Kompaktvans und raumbietende Kombis bis hin zu eleganten Limousinen
mit Luxusausstattung: Momentan bieten Citroën, Fiat, Ford, Mercedes,
Opel und Volkswagen erdgasbetriebene Serienfahrzeuge für alle
Anforderungen an, die in Fahrverhalten und -komfort identisch zu herkömmlichen
Fahrzeugen sind.
Flüssiggas (LPG) Ein Fahrzeug kann entweder mit
Autogas oder mit Erdgas gefahren werden, da die Techniken nicht kompatibel
sind. Autogas ist Liquefied Petroleum Gas (Propan, Butan und deren
Gemische), bei atmosphärischem Druck gasförmig und aufgrund
seiner chemischen Zusammensetzung mit Benzin verwandt. Bereits bei
einem Überdruck von 10 bar geht Autogas in den flüssigen
Zustand über. Die Umweltvorteile gegenüber Benzin oder Diesel
sind nur gering.
Förderung
Einige Energieversorger fördern die Anschaffung von und die Umrüstung
zu Erdgasfahrzeugen, meist durch Vergabe von Tankguthaben oder Zuschüssen
zu Anschaffung oder Umrüstung. So zahlt zum Beispiel in Köln
und Rösrath die RheinEnergie 500 Euro in bar für jedes Erdgasfahrzeug
(Neuwagen oder Umrüstung), das erstmals im Erdgas-Netzgebiet
der RheinEnergie zugelassen wird. Außerdem fördert die
Bundesregierung das Fahren mit Erdgas dadurch, dass bis zum 31. Dezember
2018 ein reduzierter Mineralölsteuersatz für Erdgas erhoben
wird. Und einige Versicherungen bieten für umweltfreundlichere
Fahrzeuge sogenannte Umwelttarife oder -rabatte, mit denen bei den
Versicherungsprämien gespart werden kann.

H-Gas und L-Gas An den Tankstellen wird je nach Gas-Versorger
und Versorgungsgebiet entweder Low-Caloric-Gas mit einem
Methangehalt von 80,1 bis 86,9 Volumenprozent oder High-Caloric-Gas
mit einem Methangehalt von 87,0 bis 98,9 Volumenprozent angeboten.
Generell können in allen Erdgasfahrzeugen beide Gassorten getankt
und gefahren werden. Je nach Methangehalt erreicht das Erdgas unterschiedlich
hohe Werte beim Energiegehalt (Heizwert), was sich auf Verbrauch und
Reichweite der Erdgasfahrzeuge auswirkt. So entspricht 1 kg L-Erdgas
dem Energiegehalt von etwa 1,3 Litern Superbenzin und etwa 1,1 Litern
Diesel, dagegen 1 kg H-Erdgas dem Energiegehalt von etwa 1,5 Litern
Superbenzin und etwa 1,3 Litern Diesel. Außerdem hat H-Gas einen
geringeren Stickstoff-(N2) und Kohlendioxidanteil
(CO2). An den Tankstellen wird L-Gas in
der Regel preisgünstiger angeboten.
KFZ-Steuer Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums
werden Erdgasfahrzeuge steuerlich wie ein Benzinmodell veranschlagt,
da nicht der Kraftstoff, sondern die Motorart das entscheidende Kriterium
ist.
Monovalente/MonovalentPLUS Fahrzeuge MonovalentPLUS
Fahrzeuge werden primär mit Erdgas betrieben, so dass die volle
Leistung des Erdgasbetriebes mit optimiertem Verbrauch und geringeren
Schadstoffemissionen zur Verfügung steht. Diese Erdgasfahrzeuge
verfügen zusätzlich zu den Erdgastanks nur noch über
einen Benzinreservetank. Reine monovalente Fahrzeuge ohne Benzintank
werden in Deutschland derzeit nicht angeboten.
Mehrkosten Erdgasfahrzeuge sind wegen der zusätzlichen
Einbauten der Gasanlage in der Anschaffung je nach Modell und Hersteller
zwischen 1.000 und 4.000 Euro teurer als vergleichbare Benzinfahrzeuge.
Gegenüber Dieselmodellen liegen die Aufpreise zumeist zwischen
500 bis 1.500 Euro. Kompensiert werden die Mehrkosten beim Kauf eines
Erdgasfahrzeuges zu einem durch einmalige Förderungen der örtlichen
Energieversorger und vor allem durch die deutlich niedrigeren Treibstoffkosten.
Es ist also eine Frage der jährlichen Kilometerleistung, ab wann
sich ein höherer Preis amortisiert und beim Fahren mit Erdgas
gespart wird. Beim Kauf im Ausland muss unbedingt vorab geklärt
werden, ob die Herstellergarantie für die Gasanlage auch in Deutschland
gilt.
Nachrüstungen Grundsätzlich kann jedes benzinbetriebene
Fahrzeug mit Ottomotor auf den Betrieb mit Erdgas umgestellt werden.
Ein Umbau stellt allerdings einen nicht unerheblichen Eingriff in
das Antriebssystem eines Fahrzeugs dar, der das in der Typgenehmigung
dokumentierte Abgasverhalten ändert und eventuelle Garantien
des Herstellers oder die Sachmängelhaftung außer Kraft
setzt. Außerdem ist der Einbau der großen Gastanks in
der Regel mit dem Verlust des Kofferraums oder der Rückbank verbunden.
Ein kleiner Tank ist dagegen wegen der geringen zu erwartenden Reichweite
des Fahrzeugs uninteressant. Als Kostenfaktor für die Nachrüstung
eines PKWs müssen durchaus zwischen 3.000 und 5.000 Euro veranschlagt
werden. Deshalb ist eine Nachrüstung vor allem bei Transportern
mit großer Ladefläche und hoher Laufleistung sonnvoll,
da im Laderaum ohne gravierenden Platzverlust auch größere
Erdgastanks untergebracht und die Kosten relativ schnell amortisiert
werden können.
Niederflurbauweise Bei der Niederflurbauweise werden
die Erdgastanks im oder unter dem Kofferraumboden installiert. Trotz
dieser Zusatzausrüstung kann die Ladefläche im Kofferraum
zumeist ohne nennenswerte Einschränkungen genutzt werden. Allerdings
ist das Fassungsvermögen der Erdgastanks etwas geringer.
Parken in Tiefgaragen / Parkhäusern Ein Verbot für
(Erd-)Gasfahrzeuge besteht mit der Verordnung über den
Bau und Betrieb von Garagen der Bundesländer bereits seit
mehreren Jahren nicht mehr. Aber natürlich steht es jedem Garagenbesitzer
frei selbst zu bestimmen, welche Fahrzeuge in seiner Garage parken
dürfen und welche nicht.
Sicherheit
von Erdgasfahrzeugen Weil die verherrenden Folgen eines
Gasunfalls in Haushalten präsent sind, reicht oft schon das Wort
Gas aus, um ein unbehagliches Gefühl auszulösen.
Dabei ist das Fahren mit Erdgas sicherer als mit allen flüssigen
Treibstoffen. Ein Crashtest des ADAC mit einem Opel Zafira hat gezeigt,
dass die Erdgas-Anlage bei einem Frontalaufprall mit 64 km/h nicht
beschädigt wird. Die Gasflaschen liegen geschützt in einem
robusten Metallkäfig und die Gasleitungen sind so konstruiert,
dass sie sich bei einer Kollision zerstörungsfrei verbiegen.
Die Dichtheitsprüfung nach dem Crashtest zeigte, dass alle Leitungen
und Verbindungsstücke durch die automatische Aktivierung von
elektromagnetischen Absperrventilen dicht blieben und kein Gas durch
eine undichte Stelle freigesetzt wurde. Nach dem Crashtest folgte
die Feuerprobe: Der Zafira wurde in Brand gesetzt. Bereits nach wenigen
Minuten konnte das Erdgas durch die Schmelzsicherungen an den Tanks
kontrolliert entweichen und abfackeln. Ein Explosionsrisiko bestand
zu keiner Zeit.
Tanken Das Tanken mit Erdgas unterscheidet sich nur insofern
vom Tanken mit Benzin oder Diesel, dass der Kreislauf des Tanksystems
bei Erdgas immer geschlossen sein muss. Deshalb wird Erdgas über
Füllkupplungen getankt, die fest mit dem Tankstutzen verriegelt
werden müssen. Der Tankvorgang dauert unwesentlich länger
als der beim Tanken mit Benzin oder Diesel.
Erdgastankstellen in der Kölner Bucht sowie im näheren
Umland
Siehe unter Tankstellen
für alternative Kraftstoffe
Unterflurbauweise Bei der Unterflurbauweise werden
die Erdgastanks vollständig in der Bodengruppe des Fahrzeugs
untergebracht. Durch diese Lösung sind das Platzangebot für
die Passagiere und das Ladevolumen im Kofferraum ohne Einschränkungen
identisch mit den Benzin- oder Diesel-Modellen.
Umrechnungen von verschiedenen Maßeinheiten Einige
Hersteller geben den Verbrauch oder Tankinhalt für Erdgas in
Kubikmetern (m³) oder Litern (l) an. Da die Abgabe an der Zapfsäule
aber immer in Kilogramm (kg) erfolgt, muss das Volumen in Gewicht
umrechnet werden:
- Das Verhältnis von Volumenkubikmetern zu Gewicht beträgt
1,276:1, (1,276 m³ CNG entsprechen 1 kg).
- Das Verhältnis von Volumenlitern zu Gewicht beträgt 6,2:1
(6,2 Liter CNG entsprechen 1 kg).
Umweltvorteile
Von den fossilen Energieträgern weist Erdgas bei der Verbrennung
die günstigste Kohlendioxidbilanz auf, weil das Verhältnis
von Kohlenstoff zu Wasserstoff im Methan direkt bei der Verbrennung
zu einer Absenkung der Kohlendioxid-Emissionen führt. Auch der
Ausstoß von Stickoxid, Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid und reaktiver
Kohlenwasserstoffe wird deutlich reduziert, Ruß- und andere
Partikelemissionen - wie zum Beispiel Feinstaub - entfallen gänzlich.
Die EMPA Materials Science and Technology der technischen Hochschule
Zürich hat einen Emissionsvergleich von Benzin-, Diesel- und
Erdgasfahrzeugen veröffentlicht, nach dem zwar alle Antriebssysteme
in den letzten Jahren sauberer geworden sind, am saubersten aber schneiden
Erdgasautos ab. Für eine ökologische Beurteilung der Fahrzeuge
rücken die Emissionen der Treibhausgase, die für den Klimawandel
verantwortlich sind, in den Vordergrund. Hier sind Erdgasfahrzeuge
mit circa 21 Prozent niedrigeren Emissionen gegenüber Benzinfahrzeugen
und circa 11 Prozent niedrigeren Treibhausgasemissionen gegenüber
Dieselfahrzeugen nach wie vor im Vorteil.
Das Motorengeräusch ist bei Erdgasfahrzeugen leiser als bei Fahrzeugen
mit Benzin- oder Dieselmotor. Der Grund liegt in der Verbrennung des
Kraftstoffs. Erdgas erreicht als Kraftstoff eine Oktanzahl von bis
zu 134 und wird weicher verbrannt. Die Folge sind Geräuschemissionen,
die um bis zu 50 Prozent unter denen herkömmlicher Benzin- und
Dieselmotoren liegen.
Der umweltbelastende Transport des Kraftstoffs an die Tankstellen
mit Tanklastwagen ist für den Kraftstoff Erdgas nicht nötig.
Die Tankstellen werden stattdessen durch ein unterirdisches Leitungsnetz
mit Erdgas versorgt. So kommt es zu einer Entlastung von Umwelt und
Straßen. Bei der Betankung eines Erdgasfahrzeuges können
im Gegensatz zum Tanken von Benzin oder Diesel, wo immer Benzin- oder
Dieselgase entweichen, keine Emissionen freigesetzt werden. Erdgas
kann nur getankt werden, wenn die Tankanlage mit den Tanks im Fahrzeug
absolut dicht verbunden ist.
Wirtschaftlichkeit
Würde an der Zapfsäule ein Preis von 1,00 Euro pro Kilogramm
Erdgas (L-Gas) ausgewiesen, würden Erdgasfahrzeuge im direkten
Preisvergleich zu Benzinern für 0,76 Euro und zu Dieselfahrzeugen
für 0,86 Euro fahren. Dies hängt damit zusammen, dass die
Kosten von Erdgas sich nach dem Energiegehalt bemessen, der in Kilowattstunden
(kWh) angegeben wird. Und weil der Energiegehalt von Erdgas deutlich
höher ist, ergibt ein Kilogramm Erdgas je nach Gassorte L oder
H genauso viel Energie wie 1,3 bis 1,5 Liter Ottokraftstoff und etwas
mehr als 1,1 bis 1,3 Liter Diesel. Um einen direkten Vergleich von
Erdgas mit Benzin oder Diesel zu ermöglichen, muss also der Energiegehalt
der Kraftstoffe umgerechnet und angepasst werden. |
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| Info-Tage Fahren
mit Erdgas |
Die Info-Tage Fahren
mit Erdgas sind kleine (Erdgas)Auto-Shows an publikumsstarken
Plätzen, bei denen Passanten und Besuchern die Vorteile
des umweltfreundlicheren Autofahrens mit Erdgas gezeigt
werden.

Experten aus der Energiebranche beantworten alle Fragen
zu Umweltvorteilen, Technik und Sicherheit, Tankstellennetz
oder Einsparmöglichkeiten, interessierte Besucher
werden direkt mit auf eine kleine Erkundungsfahrt genommen.
7. Info-Tage Fahren mit Erdgas
· Oktober 2009 · DuMont-Carré ·
Köln-Innenstadt · Fahrzeuge in der Ausstellung:
Fiat Punto Natural Power · Ford C-Max CNG ·
VW Passat EcoFuel

6. Info-Tage Fahren mit Erdgas · September
2008 · vor Karstadt/Olivandenhof · Köln-Innenstadt
· Fahrzeuge in der Ausstellung: Fiat Panda Panda
Natural Power · Ford C-Max CNG · Ford Focus
CNG

5. Info-Tage Fahren mit Erdgas · August/September
2007 · vor Karstadt/Olivandenhof · Köln-Innenstadt
· Fahrzeuge in der Ausstellung: Citroën C3
Bivalent · Fiat Doblò Cargo Natural Power
· Fiat Panda Panda Natural Power · Ford
C-Max CNG · Ford Focus CNG · VW Caddy Live
EcoFuel

4. Info-Tage Fahren mit Erdgas · Mai
2007 · Handelshof · Köln-Poll ·
Fahrzeuge in der Ausstellung: Fiat Doblò Cargo
Natural Power · Ford C-Max CNG · Ford Transit
CNG · Opel Combo CNG · Opel Zafira CNG

3. Info-Tage Fahren mit Erdgas · September
2006 · Rudolfplatz · Köln-Innenstadt
· Fahrzeuge in der Ausstellung: Citroën C3
Bivalent · Fiat Doblò Natural Power ·
Fiat Doblò Cargo Natural Power · Fiat Multipla
Natural Power · Ford C-Max CNG · Opel Combo
CNG · Volvo V70 BiFuel · VW Touran EcoFuel

2. Info-Tage Fahren mit Erdgas · April
2006 · Hürth-Park · Hürth ·
Fahrzeuge in der Ausstellung: Citroën C3 Bivalent
· Fiat Doblò Natural Power · Fiat
Multipla Natural Power · Ford C-Max CNG ·
Ford Focus CNG · Mercedes E200 NGV · Opel
Combo CNG

1. Info-Tage Fahren mit Erdgas · August/September
2005 · DuMont-Carré · Köln-Innenstadt
· Fahrzeuge in der Ausstellung: Citroën Berlingo
Bivalent · Fiat Multipla Natural Power ·
Ford C-Max CNG · Ford Focus CNG · Mercedes
E200 NGV · Opel Combo CNG · Peugeot Partner
· Volvo S60 BiFuel · Volvo V70 BiFuel |
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