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Unfallschwerpunkt Autobahn

Die Hauptfaktoren, die auf den Autobahnen zu Unfällen mit schwerst Verletzten oder sogar Toten führen, sind fast immer die gleichen: Das Fahren mit nicht angepasster Geschwindigkeit, ein zu geringer Sicherheitsabstand, das plötzliche Aus- oder Einscheren bei Überholvorgängen sowie ein zu geringer Seitenabstand beim Überholen.

Für mehr Toleranz und partnerschaftliches Verhalten im Straßenverkehr! Eine Aktion von koelnerbucht.de und der Autobahnpolizei Köln.

Raser & Drängler

Zu den häufigsten Unfallursachen gehört das zu schnelle Fahren. Dies hat schwerwiegende und zum Teil tragische Folgen. Mehr als jeder dritte Unfalltote und jeder vierte Verletzte in NRW waren Opfer von zu hoher Geschwindigkeit. Insbesondere nach einem Stau meinen viele Fahrer, verlorene Zeit wieder aufholen zu müssen. Auch beim dichten Auffahren gehen wertvolle Meter bei Reaktionszeit und Bremsweg verloren oder werden bedränge und verunsicherte Fahrer zu Fehlhandlungen genötigt.

Abstand

Neben der überhöhten Geschwindigkeit ist die Nichteinhaltung des Sicherheitsabstandes eine der Unfallhauptursachen. Neben den „Rasern und Dränglern” fallen hier häufig auch LKWs auf, die zu regelrechten Kolonnen aufschließen, wodurch es an Ein- und Ausfahrten schnell zu brenzlichen Situationen kommt. Nicht nur deshalb gilt für LKW ein vorgeschriebener Sicherheitsabstand von 50 Metern. Außerdem muss einem PKW grundsätzlich die Möglichkeit des Einscherens gelassen werden.

Rasende Kleinlastwagen

Für viele Autofahrer sind die im Volksmund als „rasende Sprinter” bezeichneten Transporter inzwischen ein rotes Tuch. Mit ihren großen Motoren erreichen sie Geschwindigkeiten von bis zu 180 Stundenkilometern, und hinter dem Steuer sitzen viel zu oft unerfahrene, übermüdete und fast immer unter Zeitdruck stehende Fahrer.
Die Kölner Polizei hat 240 Unfälle mit Kleinlastern untersucht und macht in 200 Fällen die Fahrer verantwortlich. Hauptursachen der Unfälle: Zu hohe Geschwindigkeit und eine schlecht gesicherte Ladung.

Stau - Nichts geht mehr

Insbesondere auf dem Kölner Ring ist dies ein alltägliches Bild: Aufleuchtende Brems- und Warnblinklichter, und nichts geht mehr. Das Stau-Ende ist immer ein Unfallschwerpunkt, deshalb:
• Die Warnblinkanlage einschalten!
• In den Rückspiegel schauen: Am Stauende lauert die Gefahr!
• Zwei Fahrzeuglängen hinter dem letzten stehenden Auto anhalten
• Fluchtweg offen halten und im Notfall nutzen!

Die Rettungsgasse

Immer wieder geht den Rettungskräften bei ihrer Anfahrt zur Unglücksstelle viel Zeit verloren, weil sie wegen im Weg stehender Fahrzeuge nicht zum Unfallort vorrücken können.
Deshalb in jedem Stau grundsätzlich
• auf zweispurigen Autobahnen zwischen Fahr- und Überholstreifen und
• auf dreispurigen Autobahnen zwischen 1. Überhol- und 2. Überholspur
eine Rettungsgasse bilden!

Verkehrsüberwachung und Kontrolle

Die Autobahnpolizei überwacht ständig den Verkehr sowohl durch Streifenwagen als auch mit Radarkontrollen für Abstand und Geschwindigkeit. Aber auch mehrere Zivilfahrzeuge sind rund um die Uhr im Einsatz. Neben Abstand und Geschwindigkeit liegen vor allem auch LKW-Ladungen sowie der technische Zustand von LKW und Bussen im Visier der Polizei.
 
Autobahnpolizei
Ob Personen, Tiere oder Gegenstände auf der Fahrbahn, ungesicherte Fahrzeuge oder sonstige unklare und brenzliche Situationen auf der Autobahn:


Immer sofort die
Autobahnpolizei über 110
oder die Notrufsäulen rufen!
 
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