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Die Region im Porträt: Das Umland
Der Blick zu den Nachbarn der Kölner
Bucht
Genauso interessant, vielseitig und facettenreich wie die Kölner
Bucht präsentiert sich das Umland mit seiner Kultur, Natur und
Landschaft sowie den hervorragenden Wohn- und Lebensqualitäten.
Exakte Grenzen zwischen der Kölner Bucht und den umliegenden
Regionen sind in der Regel nicht auszumachen, die Übergänge
sind fließend.
Der
Niederrhein
Die Landschaft des Niederrheins liegt im Norden und Nordwesten der
Kölner Bucht und reicht bis in die Niederlande. In der Region
nahe an den Ballungsgebieten Ruhrgebiet und Rheinschiene leben rund
1,2 Millionen Menschen. Flach,
grün, gemütlich und schön - so kann der Niederrhein
treffend beschrieben werden. Die Landschaft ist gekennzeichnet von
großflächiger Landwirtschaft, weiten Wäldern und gemütlichen
Städtchen und Dörfern. Geländeerhebungen oder sogar
Berge werden vergebens gesucht. Nicht nur deshalb eignet sich die
Region für ausgedehnte Radtouren, Wanderungen oder Spaziergänge.
Es ist das Land der Wälder und Wiesen, Heiden, Moorgebiete und
Seen, des Spargels, der Champignons, der Bierkultur und besonderen
regionaltypischen Spezialitäten, sowie der malerischen Dörfer,
Burgen und Schlösser, Wasser- und Windmühlen, Kirchen und
Klöster. Ein Stück Kultur und Natur für Urlaube zu
Fuß, mit dem Fahrrad oder zu Pferd, für Erholungssuchende
und Aktive, für Wassersportliebhaber und Kulturinteressierte.
Düsseldorf
Die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens liegt in der Niederrheinebene
beidseits des Rheins an der Mündung des Flüsschens Düssel.
Ursprünglich war die fränkische Siedlung ein kleines Straßendorf
am Rheinufer, seit Ende des 12. Jahrhunderts im Besitz der Grafen
von Berg. Eine Stadt ist Düsseldorf seit 1288, eine Großstadt
seit 1882. Als die Kölner Erzbischöfe
einen Staat am Niederrhein planen, setzen sich die Grafen von Berg
und Johann von Brabant zur Wehr. In der Schlacht von Worringen am
5. Juni 1288 kommen Düsseldorfer Bauern Johann von Brabant zu
Hilfe, die Truppen des Erzbischofs werden besiegt. Zum Dank erhebt
Graf Adolf von Berg am 14. August 1288 Düsseldorf zur Stadt.
Heute besteht das 217 km² große und 574.100 Einwohner
zählende Stadtgebiet Düsseldorfs aus 10 Stadtbezirken, die
sich in 49 Stadtteile unterteilen. Die
Schadowstraße in der Düsseldorfer Innenstadt zählt
mit zu den bedeutendsten Einkaufsstraßen in Deutschland, noch
bekannter ist allerdings mit ihren exklusiven Läden die Königsallee
(die Kö), in deren Mitte der Stadtgraben und an dessen
Nordende die Tritonengruppe liegt. In der Altstadt finden sich zwar
nur noch vereinzelt sehr alte Häuser, trotzdem zählt die
Düsseldorfer Altstadt zu den schönsten - wie auch die großzügig
angelegte Rheinuferpromenade, die zum Flanieren und Pausieren einlädt.
Ein sehr beliebter Treffpunkt ist die Treppe am Burgplatz. Die
Promenade bietet einen Gang durch die zeitliche Entwicklung vom Fischerdorf
zur Landeshauptstadt: Der Ehrenhof erzählt von erfolgreichen
Ausstellungen, die Lambertuskirche von Wallfahrten, die Akademie sowie
die Deutsche Oper am Rhein von der Kunststadt. Die Moderne zeigt sich
in Brückenfamilie und Regierungsviertel mit dem Stadttor
als Eingang zum MedienHafen. Der neue Hafen Neuss Düsseldorf
entstand im August 2003 durch eine Fusion der bis dahin eigenständig
operierenden Häfen Neuss und Düsseldorf, in dem unter anderem
die Gehry-Bauten zu finden sind. Noch etwas ungewöhnliches ist
hier zu finden: Ein Kölsch- Brauereiausschank - das Eigelstein.
Das
Bergische Land
Nordöstlich
der Kölner Bucht beginnt das Bergische Land, ein zwischen Ruhr,
Rhein und Sieg gelegener Teil des rechtsrheinischen Schiefergebirges,
zu dem das Städtedreieck Remscheid, Solingen und Wuppertal sowie
Teile der Stadt Leverkusen, der Rheinisch-Bergische Kreis, der Oberbergische
Kreis sowie große Teile des Kreises Mettmann gehören. Den
Namen erhielt die Region nicht wegen der Landschaft (sonst hieße
es das bergige Land), sondern nach den Grafen von Berg, die ihren
Stammsitz zunächst in Altenberg, dann bis ins 16. Jahrhundert
in Burg an der Wupper und schließlich in Düsseldorf hatten. Über
die Pfalz und Bayern kam das Gebiet 1815 an Preußen und wurde
1822 Teil der Rheinprovinz. Heute ist das Bergische Land eine von
Bergen, Laub- und Fichtenwäldern, 17 Talsperren, Bächen
und Flüssen, Wiesen und Feldern sowie von romantischen Dörfer
und Gehöften geprägte naturverbundene Landschaft. Daher
ist sie nicht nur ein beliebtes Wohngebiet für die Pendler der
umliegenden Großstädte, sondern auch ein vielgenutzter
und geschätzer (Nah-)Erholungsraum, in dem sowohl die unberührte
Natur, als auch die Spuren der frühen Industrialisierung entdeckt
werden können.
Das
Siebengebirge
Der Naturpark Siebengebirge ist mit
4.800 Hektar der kleinste in Deutschland und vollständig
als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Das rechtsrheinische Gebirge
liegt mit seinen mehr als 40 Bergen und Anhöhen südöstlich
von Bonn im Bereich der Städte Königswinter und Bad
Honnef. Der Naturpark dient heute als Erholungsgebiet und wird
land- und forstwirtschaftlich genutzt.
Woher es seinen Namen hat, ist bis heute unbekannt. Fest steht
nur, dass die landläufige Erklärung, dass die Bezeichnung
auf die sieben Hauptgipfel verweist, nicht richtig ist. Die
älteste Bezeichnung lautet nicht Siebengebirge, sondern
Sieben Berge, weil aus jeder Blickrichtung genau sieben Berge
- aber nicht immer die selben und auch nicht die höchsten
- zu erkennen sind. Eine andere Ableitung führt zum ripuarischen
Wort Siefen, was ein feuchtes Bachtal bezeichnet.
Der Name kann sich aber auch aus Siedengebirge entwickelt
haben, der auf die Seifensieder hinweist, die in den Tälern
tätig waren. Vielleicht waren es aber doch die sieben Riesen,
die den Rhein von einer Hügelkette befreiten.
Bereits im 1. Jahrhundert beginnen die Römer, an Drachenfels,
Rüdenet und Großvaterstuhl Trachytgestein abzubauen.
Auch der Bau des Kölner Doms wird 1248 mit Steinen des
Siebengebirges angefangen, der Abbau hält 312 Jahre bis
in das Jahr 1560 an. Die Steinbrüche werden 1828 geschlossen.
Am 7. Juni 1922 wird das Siebengebirge zum Naturschutzgebiet
erklärt, ein Jahr später per Verordnung der Kahlschlag
der Wälder verboten. 1971 wird der Naturpark Siebengebirge
durch den Ministerrat des Europäischen Rates mit dem Europäischen
Diplom für geschützte Gebiete ausgezeichnet.
Der bekannteste der Berge im Siebengebirge ist der Drachenfels.
Um ihn zu erklimmen, müssen 252 Höhenmeter über
den Eselsweg mit seinen teilweise extrem steilen Rampen bewältigt
werden. Bequemer ist da die Fahrt mit der Drachenfelsbahn, die
bereits 1883 in Betrieb genommen wurde. Oben angekommen bietet
die Aussichtsplattform 289 Meter über NN einen einzigartigen
Ausblick auf den Rhein, die Eifel und die Kölner Bucht.
Bei gutem Wetter kann in der Ferne sogar der Kölner Dom
erblickt werden.
Nordöstlich des Siebengebirges liegt das idyllische Siegtal,
über dem etliche Burgen und Schlösser thronen. Entlang
des Flüsschen laden einige kleine Örtchen mit gepflegten
Ortsbildern zum Verweilen ein, so zählt zum Beispiel Blankenberg
mit seinen Fachwerkhäusern zu den schönsten Ortschaften
im Rheinland. Streuobstweiden, ehemalige Weinberghänge,
ausgedehnte Wälder und einige Talsperren sind Merkmale
des Natur- und Naherholungsraums nicht nur für die Großstädte
Köln und Bonn.
Drachenfels, Burgruine
Blick ins Siebengebirge
Drachenfelsbahn
Das
Rheintal
Die
Kölner Bucht endet nach Südosten mit dem ansteigenden Bergen
des Siebengebirges auf der rechten und den Ausläufern der Eifel
auf der linken Rheinseite. Hier öffnet sich nach Süden die
romantische Landschaft des Rheintals. In dem engen Durchbruchstal
durch das Rheinische Schiefergebirge findet sich die klassische Rheinlandschaft
mit rebenbesetzten Hängen, auf schmalen Uferstreifen angelegten
Städtchen und Siedlungen sowie den zahlreichen romantisch an
den Hängen und auf Felsvorsprüngen gelegenen Burgen, Festungen
und Schlössern.
Naturpark
Hohes Venn - Eifel
Wald,
Wasser und weitgezogene Berghöhen. Das sind die besonderen landschaftlichen
Merkmale des Deutsch-Belgischen Naturparks Hohes Venn - Eifel, die
den Mittelgebirgsraum von Eifel und Ardennen in den unterschiedlichsten
Facetten prägen. Wegen seiner charakteristischen Landschaftselementen
kann der Park in sechs verschiedene Naturräume unterteilt werden:
Im Nordwesten erstreckt sich das durch Milchviehwirtschaft und Wälder
geprägte Vennvorland.
Das benachbarte Hohe Venn ist ein für Europa einzigartiges Hochmoorgebiet.
Durch die überdurchschnittlich hohen Niederschläge, die
auf das Hohe Venn niedergehen, ist der Naturpark mit insgesamt 15
Talsperren, die über einen Stauinhalt von insgesamt 350 Millionen
Kubikmeter verfügen, ein überdimensionaler Wasserspeicher. Im
Osten des Hohen Venns schließt sich die Rureifel mit großen
Wäldern und dem tief eingeschnittenen Rurtal an, im Süden
die Hocheifel mit ihren hohen, bewaldeten Bergrücken sowie das
idyllische Ourtal. Die Kalkeifel am Ostrand des Naturparks ist wärmer,
trockener und stärker durch Ackerbau geprägt als die benachbarten
Gebiete. Mit ihrer besonderen Flora und ihrem Fossilienreichtum bietet
die Kalkeifel Naturerlebnisse von besonderer Seltenheit.
Die Euregio Maas-Rhein
Im Westen grenzt die Kölner Bucht an die grenzüberschreitende
Euregio Maas-Rhein im Dreiländereck der Niederlande, Belgien
und Deutschlands. Ein offener Raum ohne Grenzen, in dem der europäische
Grundgedanke lebendig ist. Die Euregio Maas-Rhein, in der gut 3,7
Millionen Menschen leben, umfasst eine Fläche von fast 11.000
km² und besteht aus den belgischen Provinzen Limburg und Lüttich
und der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, der niederländischen
Region Süd-Limburg, den deutschen Kreisen Düren, Euskirchen
und Heinsberg sowie der StädteRegion Aachen. Entstanden ist sie
auf Initiative der heutigen Königin Beatrix der Niederlande im
Jahr 1974. Seit
1991 koordiniert die Euregio Maas-Rhein die grenzübergreifenden
Zusammenarbeit in sprachlichen, bildungspolitischen, wirtschaftlichen
und umweltrelevanten Projekten, der Gesundheitsversorgung, mit Kultur-
und Sportveranstaltungen, touristischen Angeboten, im Katastrophenschutz,
in der Jugendarbeit und im Technologietransfer. In der Region bietet
nicht nur die Natur eine überraschende Vielfalt - die Region
lebt vor allem vom Aufeinandertreffen der verschiedenen Kulturen und
Mentalitäten und ist nicht nur - je nach Sichtweise der jeweiligen
Länder - ein Einkaufsparadies mit kurzen Wegen. Hier können
in kürzester Zeit konkrete Erfahrungen im Zusammenleben und -arbeiten
mit den europäischen Nachbarn gesammelt werden.
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Düsseldorf Marketing & Tourismus, Bergisches Land Tourismus
Marketing, Verein Naturpark Nordeifel, Astrid Leibig, Jürgen
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