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Aachen - Stadt der Wasser, der Pferde,
der Könige, des Reiches höchster Thronsitz
Aachen, das sich auch Bad Aachen nennen darf, bezeichnet sich heute
als historische Kaiserstadt, moderne Kongress- und Bäderstadt
sowie als Technologie- und Forschungsstandort.
Aachen
ist die Stadt Karls des Großen, wo Europa zu Hause ist. Sie
liegt am Nordrand der Eifel im Dreiländereck mit den europäischen
Nachbarn Belgien und Niederlanden und ist nicht nur die westlichste
Stadt in der Kölner Bucht und in Deutschland, sondern auch
die europäischste aller deutschen Städte. Karl der Große
gilt auch als Vater Europas, auf den sowohl Deutsche, als auch Franzosen
die Anfänge ihrer Nationalgeschichte zurückführen.
Europa ist in Aachen Alltag - So heißt es und so
ist es auch. Die Grenzen zu den Nachbarländern verloren hier
früher als sonstwo ihre Bedeutung und die grenzüberschreitende
Zusammenarbeit in vielen Bereichen wurde zur Tradition.
Seit mehr als 25 Jahren ist das europäische Miteinander in Aachen
gang und gäbe: Belgier oder Niederländer wohnen und arbeiten
in Aachen und Aachener arbeiten und wohnen in Belgien und den Niederlanden.
Unverwechselbar ist das deutsch-niederländisch-belgische Flair
der historisch gewachsenen und bedeutungsvollen Stadt mit ihrem geschichtsträchtigen
Kern, den modernen Forschungs- und Wissenschafts- und Gesundheitszentren
und den 40.000 Studenten aus aller der Welt. Die europäische
Vielfalt Aachens zeigt sich auch im Namen: In Frankreich heißt
Aachen Aix-la- Chapelle, in Italien Aquisgrana,
in Luxembourg Oochen, in den Niederlanden Aken,
in Spanien Aquisgran und in Tschechien und der Slowakei
Cachy.

Stadtwappen und Farben
Das Wappen der Stadt Aachen zeigt einen schwarz-roten Adler auf goldenem
Grund. Schwarz und Gold sind auch die Stadtfarben Aachens. Der Adler
steht für Aachen als deutsche Reichsstadt, die dem Kaiser direkt
unterstellt und Krönungsstätte der deutschen Könige
ist.
Stadt
des Wassers
Ihren Namen verdankt die Stadt dem Wasser, denn Aachen leitet sich
aus dem altgermanischen Wort Ahha (Wasser) ab. Obwohl
die Region um Aachen schon seit 30002500 vor Christus besiedelt
war, waren es wohl die Römer, die die Wohltat der warmen Quellen
für sich entdeckten und hier niederließen. Die über
30 schwefelhaltigen Quellen in Bad Aachen, wie die Stadt sich nennen
darf, liegen mitten unter der heutigen Innenstadt, sind bis zu 74°C
heiß und haben hohe Anteile vieler Mineral- und Spurenelemente.
Die lateinische Bezeichnung Aquisgranum erinnert an den
römischen Badeort, der auf den keltisch-römischen Heilgott
Grannus verweist. Und so wurden die stark schwefelhaltigen, heißen
Quellen bekannt, was später auch Karl den Großen veranlasste,
Aachen zu einer bedeutenden Stadt auszubauen.
Sehenswertes
Aachen
Aachen hat viel zu bieten, der Bogen zwischen Moderne und Altertum
ist über die ganze Stadt gespant. Hier einer der ältesten
Plätze der Stadt mit Dom und gotischem Rathaus, dort hochmoderne
Kureinrichtungen oder das größte Klinikum Europas.
Der
Aachener Dom ist das Wahrzeichen der Stadt. Der heutige Dom ist
im Kern der Bau der Pfalz von Kaiser Karl dem Großen. Mit dem
Bau der Pfalz als seiner Hauptresidenz legte er den Grundstein zur
damaligen Krönungsstadt deutscher Kaiser und Könige. Vermutlich
im Jahr 800 wird der gewaltige oktogonale Kuppelbau vollendet. Im
Mittelalter stieg der Aachener Dom zur bedeutenden Wallfahrtsstätte
auf, noch heute birgt die Domschatzkammer einen der reichsten Kirchenschätze
Europas. Im Innenraum des Doms steht hinter dem Altar der berühmte
Marienschrein aus dem Jahr 1239, in dem die vier großen Aachener
Heiligtümer liegen, die seit 1349 alle sieben Jahre zur Heiligtumsfahrt
Pilgern aus aller Welt gezeigt werden.
Die
monumentale Chorhalle im gotischen Stil, die Aachener nennen sie Glashaus
von Aachen, stammt aus dem Jahr 1414, ihre Fenster sind 27 Meter
hoch und gelten als die höchsten dieser Bauepoche. Seit der Zeit
der Hochgotik wurden die zahlreichen Kapellen im Laufe der Jahrhunderte
angefügt. Der goldene Karlsschrein aus dem Jahr 1215 mit den
Gebeinen Karls des Großen steht im Zentrum des Chorpolygons.
Sein Marmorthron, der Aachener Königsthron, auf dem zwischen
den Jahren 936 und 1531 30 deutsche Könige saßen, steht
noch heute im Obergeschoss des Oktagons. Im Jahr 1978 wurde der Aachener
Dom als erstes deutsches Denkmal in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe
aufgenommen.
Das gotische Rathaus wurde auf den Grundmauern der Palastaula
der karolingischen Kaiserpfalz im 14. Jahrhundert erbaut. Heute zeugt
der Granusturm noch von der ursprünglichen Bebauung aus der Zeit
Karl des Großen. Im ersten Stockwerk liegt der Krönungsfestsaal
mit den fünf Fresken des Aachener Künstlers Alfred Rethel,
die einige legendäre Szenen aus dem Leben Karls des Großen
zeigen. Außerdem können, wenn auch nicht im Original, die
Reichskleinodien mit Reichsapfel, Reichskrone und Schwert, das Reichsevangeliar
und eine Handschrift aus der Schule Karls des Großen besichtigt
werden. Die Fassade des ältesten Rathauses aus dem Jahr 1267
ist heute Teil im sogenannten Grashaus am Fischmarkt. Seit
dem 14. Jahrhundert war es erst ein Gericht, später dann Gefängnis
und Richtplatz. 1886 wurde das Grashaus umgebaut und erhielt die drei
Spitzbogenfenstern. Heute hat hier das Stadtarchiv seinen Sitz. Aus
der gleichen Zeit stammt das Haus Löwenstein am Markt,
eines der wenigen gotischen Bauwerke, das den großen Stadtbrand
von 1656 überstand. In der Nische unterhalb des Ecktürmchens
steht die Figur des heiligen Nepumuk, die aus dem Jahr 1747 stammt
und an den böhmischen Kleriker Johann von Nepomuk erinnert.
Ein
weiteres Wahrzeichen sind die Wandelhallen des Elisenbrunnens
am Friedrich-Wilhelm-Platz. Der klassizistische Bau wurde 1827 fertiggestellt
und nach der vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg
1953 originalgetreu wieder aufgebaut. Der Elisenbrunnen besteht aus
der offenen Wandelhalle mit dem Säulenvorbau sowie jeweils links
und rechts einem Pavillon. Aus zwei Trinkbrunnen fließt das
74°C warme Wasser der Kaiserquelle. Von der mächtigen Mittelalterlichen
Stadtbefestigung mit den zwei Mauerringen und den zahlreichen
Türmen stehen heute noch einige Teilstücke. Von den ehemals
11 mächtigen Stadttoren sind das Ponttor, eine der wenigen
erhaltenen mittelalterlichen Doppeltoranlagen im Rheinland aus dem
13. Jahrhundert sowie das am Ende der Franzstraße stehende Marschiertor
aus dem Jahr 1257, eines der mächtigsten noch erhaltenen Stadttore
in Westeuropa, erhalten geblieben.
Außerdem warten zahlreiche Brunnen, Denkmäler, Kirchen,
Alleen und historische Fassaden, diverse Parks und Grünanlagen
im gesamten Stadtgebiet sowie der Tierpark, der Aachener Wald und
das Dreiländereck mit dem höchstem Punkt der Niederlande
darauf, entdeckt zu werden. |
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zu und über Aachen... |
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260.000 Einwohnern
· Fläche: 160,82 km²
Natürlich ist es nicht möglich, alle Aspekte
einer Großstadt auf einer Seite zu integrieren.
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Informationen auch in verschiedenen Artikeln in den anderen
Sparten. |
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| Begehrte
Preise und Orden aus Aachen... |
Die Universitätsstadt
vergibt seit 1950 alljährlich den Internationalen
Karlspreis zu Aachen.

Der Preis wurde Weihnachten 1949 von einer Anzahl
hervorragender und geistig aufgeschlossener Bürger
gestiftet. Er wird jedes Jahr am Himmelfahrtstag an Personen
oder Institutionen für die beste Leistung im Dienst
der Verständigung und der Internationalen Zusammenarbeit
im Europäischen Raum verliehen. Über die Verleihung
des mit 5.000 Euro dotierten Preises entscheidet ein unabhängiges
Gremium Aachener Bürger. Zu den bisherigen Preisträgern
gehören u.a. Konrad Adenauer, die Europäische
Kommission, der spanische König Juan Carlos I., Francois
Mitterand und Helmut Kohl, Václav Havel, Königin
Beatrix der Niederlande, der britische Premierminister
Tony Blair, der amerikanische Präsident Bill Clinton
und sogar der Euro.
Der Orden wider den tierischen Ernst...
wird einmal im Jahr vom Aachener Karnevalsverein an Personen
verliehen, die die Individualität, Beliebtheit
und Mutterwitz in sich vereinen, vor allem aber Humor
und Menschlichkeit im Amt bewiesen haben. Bisher
wurden mehr als 50 Persönlichkeiten mit diesem Orden
ausgezeichnet, der durch die Übertragung im Fernsehen
zu den medienwirksamsten Ausprägungen des Aachener
Karnevals gehört. Der erste Orden wurde 1950 an Mr.
J. A. Dugdale verliehen, der als Staatsanwalt in der zum
britischen Besatzungsgebiet gehörenden Stadt Aachen
verfügte, dass kleinere Sünden von Karnevalssonntag
bis Aschermittwoch straffrei blieben. |
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