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Aus der Chronik der Region
Eine Region im Wandel der Zeit. Wir blicken zurück zu den
ersten Spuren menschlichen Lebens in der Vor- und Frühgeschichte
bis ins 21. Jahrhundert und zur Gegenwart.

Vor- und Frühgeschichte
um 100000 v.Chr. Die ältesten Spuren menschlichen
Lebens im Kölner Raum deuten auf Wohnstellen altsteinzeitlicher
Menschen.
um 5500 v.Chr. Erste Bauern werden seßhaft und
praktizieren damit eine Lebensweise, die nicht dem damals üblichen
Nomadentum der Jäger und Sammler entspricht. Die erste bekannte
Siedlung der Bandkeramiker entsteht.
um 30002500 v.Chr. Zu dieser Zeit wurde auf dem
Lousberg rund um das heutige Aachen bereits Feuerstein abgebaut.
ab 1200 v.Chr. Ausläufer der Urnenfelderkultur beeinflussen
das Rheinland.
750 v.Chr. Die Urnenfelderkultur wird in einem fließendem
Übergang von der Hallstatt-Kultur abgelöst.
700 - 500 v.Chr. Ebenfalls in einem fließenden
Übergang wird die die Hallstätter-Kultur von der La-Tène-Kultur
(keltische Kultur) übernommen. Die Kelten nennen sich westlich
des Rheins Gallier.
Altertum
300 v.Chr. Die Germanen erreichen den Niederrhein und
verdrängen die hier ansässigen Kelten gen Süden, bevor
diese vollständig ins römische Reich eingegliedert werden.
100 v.Chr. Die Euboren, ein auf belgischem Gebiet angesiedelter
keltischer Stammesverband, siedelt sich in der Kölner Bucht an.
58 v.Chr. Gajus Julius Caesar, Statthalter der römischen
Provinz Gallia Narbonensis, erobert ganz Gallien einschließlich
des Rheinlands, die Römer betreten zum ersten Mal die rechte
Rheinseite.
39 v.Chr. Der römische Feldherr Marcus Vipsanius
Agrippa, Freund und Schwiegersohn von Octavian (der spätere Kaiser
Augustus), fördert die römische Kolonisierung Germaniens
und gründet eine Siedlung für germanische Ubier, die er
von der rechten auf die linke Rheinseite umsiedelt. Die Römer
errichten dort ein Zweilegionenlager, die Ubier das 'Oppidum ubiorum',
den Vorgänger der Stadt Köln.
13 v.Chr. Nach dem römischen Schriftsteller Florus
wird bei Bonna eine Rheinbrücke errichtet.
5 n.Chr. Im 'Oppidum ubiorum' entsteht der älteste
Steinbau nördlich der Alpen, dessen Untergeschoss bis heute erhalten
ist: Das 'Ubier-Monument', ein Turm im Nordosten der Ubiersiedlung.
15 Agrippina die Jüngere wird im 'Oppidum ubiorum'
geboren. Sie wird nicht nur für Kölns Geschichte eine entscheidende
Rolle spielen.
50 Kaiser Claudius erhebt
auf Drängen Agrippinas die Ansiedlung 'Oppidum ubiorum' zu einer
Kolonie römischen Rechts namens Colonia Claudia Ara Agrippinensium
- die Stadt Köln ist gegründet. Bis zum Jahr 70 wird eine
vier Kilometer lange Stadtmauer mit neun Toren und 21 Türmen
gebaut. Die Anordnung der Hauptstraßenachsen ist bis heute bestimmend
für die Kölner Innenstadt: In Nord-Süd-Richtung entsteht
die Cardo Maximus (heute die Hohe Straße), und vom Rhein nach
Westen entsteht der Decumanus Maximus (heute die Schildergasse).
69 Der römische Historiker Tacitus nennt erstmals
ein römisches Legionslager Castra Bonnensia im Norden
der Ansiedlung am Rhein.
89 Köln wird zur Hauptstadt der Provinz Niedergermanien.
An der rheinseitigen Stadtmauer wird der Palast des Statthalters von
Niedergermanien gebaut, das Praetorium.
1. Jahrhundert Nach den Kelten legten die Römer
an den warmen Quellen Aachens ein römisches Militärbad an.
259 Postumus gründet in Köln ein vom Kaiserreich
unabhängiges römisches Reich, das erfolgreich die Rheingrenze
gegen die Germanen verteidigt.
310 Kaiser Konstantin verbindet mit der ersten festen
Kölner Brücke über den Rhein das Kastell Deutz mit
der Stadt.
313 Das Toleranzedikt von Mailand gewährt die freie
Religionsausübung. Unter Bischof Maternus entsteht die erste
Kölner Bischofskirche.
321 Erste Erwähnung einer jüdischen Gemeinde
in Köln; Christen gibt es in Köln seit Ende des 2. Jahrhunderts.
355 Im November/Dezember fallen fränkische Scharen
in Gallien ein und erstürmen Köln nach zweimonatiger Belagerung.
356 Die Stadt Köln wird von den Römern unter
der Führung von Julianus zurückerobert.
410 Die in der Köln verbliebenen Römer (die
meisten Legionen werden von der Rheingrenze abberufen, um gegen die
Westgoten zu kämpfen) stellen kaum eine Gegenwehr zu den Franken
dar, die sich in Deutz niederlassen.
440 Wieder fallen die Franken in Köln ein.
446 Aetius, ein weströmischer Heeresmeister, gelingt
es, die Franken erneut aus der Provinz zu drängen.
455 Das römische Köln wird endgültig von
den Franken erobert. Die letzten römischen Truppen verlassen
das Rheinland, dass fortan zum Frankenreich gehört.
470 Köln wird Hauptstadt des Königreichs der
ripuarischen Franken und gleichzeitig Sitz von König Sigibert
dem Lahmen. |
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