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Der Kölner Zoo

„Ene Besuch em Zoo, oh oh oh ooh. Dat is esu schön, dat es wunderschön.” Dieser durch den Karnevalisten Horst Muys bekannt gewordene kölsche Evergreen hat nach wie vor seine Gültigkeit.

Bereits im Jahr 1860 öffnete der Kölner Zoo - damals noch am Stadtrand - im Stadtteil Riehl seine Pforten. Damit ist er der drittälteste Tierpark in Deutschland. Der Wandel der Zoophiliosophie und die Zeichen der Zeit sind an vielen Stellen zu sehen. Heute will der Zoo keine reine Vorführstätte von Tieren mehr sein, sondern bei artgerechter Haltung Einblicke in die interessante Welt der Tiere geben. Die Zeiten, in denen Tiger und Löwen nur in engen Boxen saßen, Eisbären in kleinen Schwimmbecken hockten oder Schimpansen fahrradfahrend durch den Zoo geführt wurden, sind längst vorbei.

Der Zoo im Wandel der Zeit

Ein Paradebeispiel für diesen Wandel sind das alte Elefantenhaus und der neue Elefantenpark. Während im alten Elefantenhaus die Tiere eng an eng lebten, erstreckt sich der Elefantenpark über zehn Prozent des Zoogeländes und bietet bis zu 20 Elefanten ausreichend Platz. Die Elefanten leben hier - wie andere Wildtiere auch - im Sozialverband so unabhängig vom Menschen wie möglich. Der Erfolg stellt sich unmittelbar ein: Marlar ist im August 2006 das erste im Kölner Zoo geborene Elefantenbaby.

Bei einem Besuch sind noch einige der aus der Gründerzeit des Zoos erhalten Bauten und Gehege zu sehen. Im alten Elefantenhaus, 1863 im maurischen Stil errichtet, wohnen nach dem Auszug der Elefanten jetzt andere Dickhäuter. Rund um den Seelöwenfelsen von 1887 liegt das Areal der Pinguine, Seelöwen und Seehunde und im Vogelhaus von 1899 leben heute verschiedene Affen. Nur auf dem berühmten, bereits 1914 errichteten Pavianfelsen herrscht seit seiner Errichtung tagein und tagaus unverändert ein hektisches Treiben.

Den historischen Bauten und Anlagen stehen im harmonischen Einklang moderne Gebäude und Gehege gegenüber, die für eine artgerechtere Tierhaltung stehen. So ist beim Gang durch das Südamerikahaus oder die Tropenhalle immer mit frei laufenden Tieren zu rechnen. Viele kleine Gehege wurden zu größeren landschaftlich angelegten Außenanlagen und Freilandbiotopen zusammengelegt, in denen jetzt Menschenaffen oder Raubkatzen aus nächster Nähe beobachtet werden können.

Weniger Tiere, mehr Fläche

Um diesen Einklang realisieren zu können, musste der Zoo Freiflächen schaffen und sich von einigen Tieren trennen. In der Folge verließen Wölfe, Königspinguine oder Eisbären den Tierpark. Heute gibt es nur noch wenige Gehege, die unmodern oder unzweckmäßig erscheinen. Es bleibt zu hoffen, dass auch diese in den nächsten Jahren aus der Zoolandschaft verschwinden. Wie bemerkte der ehemalige, langjährige Zoodirektor Gunter Nogge treffend: „Wenn die Leute sagen: ›Die Tiere tun mir leid‹, haben wir was falsch gemacht.”

Heute sind etwa 10.000 Tiere aus mehr als 700 verschiedenen Arten im Kölner Zoo zu Hause. Insgesamt ist es die Mischung aus großen Anlagen und kleineren Gehegen und Volieren, die den Besuch im Zoo immer wieder aufs Neue zu einem interessanten und lehrreichen Erlebnisspaziergang werden lassen. Allerdings kann der Spaziergang im wahrsten Sinne des Wortes auch zu einem Rundgang werden, denn die Wegeführung ist hier und da alles andere als eindeutig. Einige Wege verlaufen parallel, andere im Kreis und wieder einige ins Nichts.

Kein billiges Vergnügen

Leider ist ein Zoobesuch alles andere als preiswert. Kinder bis einschließlich 14 Jahren müssen sieben Euro, Schüler, Studenten und Azubis neun Euro und alle anderen den vollen Preis von inzwischen stolzen 14,00 Euro pro Person bezahlen. Besonders happig ist der Preis für das sogenannte Feierabendticket. Der Eintritt nach 16 Uhr kostet 10,50 Euro, die Tierhäuser schließen im Sommer aber bereits um 17:45 Uhr und im Winter sogar schon um 16.45 Uhr, der Zoo eine Viertelstunde später.

Mehr als nur Tiergehege

Neben dem reinen Besuch hat der Zoo noch mehr zu bieten. So gibt es seit 1964 die Zooschule, in der „ZOOschullehrer” Schülern durch Beobachtungen und Erfahrungen die Tiere näher bringen. Auch viele kostenfreie Vorträge und andere Veranstaltungen im und rund um den Zoo wie zum Beispiel Abend- und Taschenlampenführungen für Groß und Klein oder Übernachtungen im Zelt vermitteln interessante Einblicke in die Tierwelt.

Der Kölner Zoo genießt weltweit wegen seiner vielen Natur- und Artenschutzprojekte ein großes Renommee. So engagiert er sich zum Beispiel für ein Brillenbär-Projekt in Peru, ein Regenwaldschutzprojekt und das Naturschutzgebiet Phong Nha-Ke Bang in Vietnam, ein Auswilderungsprojekt von Przewalskipferden in Ungarn oder ein Meeres- säugerforschungsprojekt mit der Universität Bochum. Außerdem ist der Kölner Zoo Partnerzoo der Stiftung Artenschutz.

Freunde des Kölner Zoos e.V.
Wer den Kölner Zoo unterstützen möchte, kann Mitglied im Förderverein „Freunde des Kölner Zoos e.V.” werden. Mit Hilfe des 1982 gegründeten Vereins wurden bereits viele wichtige Bauvorhaben realisiert. Mehr Infos unter Telefon 0221 7785185 oder per E-Mail an zoofreunde@zoo-koeln.de.
 
Hier finden Sie Informationen zu...
Haupteingang Riehler Straße · Nebeneingang Riehler Gürtel

Öffnungszeiten April bis September 9 bis 18 Uhr
Öffnungszeiten Oktober bis März 9 bis 17 Uhr
Öffnungszeiten Aquarium ganzjährig 9 bis 18 Uhr

Eintrittspreise Erwachsene: 14,00 €
Eintrittspreise Kinder (4 bis 14 Jahre einschl.) 7,00 €
Eintrittspreise ermäßigt 9,00 €
Montag ganztägig sowie Dienstag bis Freitag ab 16 Uhr zahlen Erwachsene 10,50 € und Kinder 5,00 €. Bollerwagen können für 5,00 € am Haupt- und Nebeneingang ausgeliehen werden.

Impressionen...
Asiatische Elefanten
Humboldtpinguine
Nachwuchs bei den Bisons
Erfolgreiches Giraffenprogramm
Seit 1914 leben hier Paviane
 
· Kölner Zoo
· Aquarium
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· Elefantenpark
· Marla
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